Vermisst - Ohne Registrierung wird es schwer!

Da auch reine Wohnungskatzen ausbüxen können, ist es wichtig, dass auch sie gechipt und registriert sind - und das so früh wie möglich! Idealerweise schon bei der ersten Impfung - es tut auch gar nicht weh (hat unser Tierarzt gesagt).

 

Chippen ist echt keine große Sache, wir haben die Gunst der Stunde genutzt, da Sunny und Sam recht früh kastriert wurden, haben wir sie direkt chippen lassen. Vorher kamen wir ehrlich gesagt nicht auf die Idee. Unser Tierarzt hat die Fellnasen auch direkt bei Tasso registriert. Aber das ist kein Standard! Man sollte immer vorsichtshalber noch einmal zuhause überprüfen, ob die Registrierung durchgeführt wurde und diese nachholen, wenn sie fehlt.

Eine Tätowierung zeigt dem Finder eindeutig, dass die Fellnase wahrscheinlich einen Dosi hat, der ihn schon vermisst.
Es gibt fast nichts blöderes, als ein Fundtier, das gechippt, aber nicht registriert ist :-( 
Für Freigänger heißt es in einigen Regionen: Kastrations- und Registrierungspflicht. Beides sollte aber auch ohne Pflicht zum Wohle der Freigänger gemacht werden. 

Wenn man schon seine Fellnasen bei TASSO registriert, kann man gleich bei FINDEFIX weitermachen. Schließlich möchte man ja seine Fellnase so schnell wie möglich zurück bekommen.

Wichtiger Hinweis: Die Chip- bzw. Tattoonummer solltet Ihr definitiv an niemanden weitergeben! Diese Nummer braucht man unter anderem, wenn man ein Tier ummelden möchte ;o)

 

 

 

Was also tun, wenn die Fellnase weg ist?

Als erstes Ruhe bewahren und nicht die Hoffnung aufgeben! 
Es gibt immer wieder Berichte von Fellnasen, die auch nach Wochen, Monaten oder auch Jahren wieder glücklich mit dem Dosi vereint waren!


Auch wenn Eure Katze noch nicht registriert war, auf alle Fälle trotzdem bei TASSO melden!
Gleichzeitig könnt Ihr auch über das Tierschutzverzeichnis Eure Katze als vermisst melden und nachschauen, ob sie bereits gefunden wurde!

 

Wenn die Fellnase eigentlich eine reine Wohnungskatze ist...

 

Erst einmal die Wohnung/das Haus auf den Kopf stellen - Fellnasen können sich in den kleinsten Ritzen verstecken (in der Waschmaschine, im Trockner, im Sofa, unter der Einbauküche, im Bettkasten - der eigentlich gar nicht 'zugänglich' ist)

Ist er/sie nicht kastriert, geht die Paarungszeit nicht spurlos an ihm/ihr vorbei, er/sie wird versuchen, wie auch immer, einen Weg zu finden dem 'Objekt der Begierde' zu folgen. Der Suchradius wird sich entsprechend vergrößern.

Ein Sturz aus dem Fenster, vom Balkon, oder auch durch die Tür verursacht erst einmal bei der Fallnase einen Situation, die für sie neu ist. Davon mal abgesehen, dass sie sich auch verletzt haben könnte! Aus Panik wird sie evtl. erst einmal vom Haus weg rennen.

Man sagt, dass reine Wohnungskatzen und kastrierte Kater, wenn sie nicht durch andere Umstände weiter weg getrieben werden, noch im unmittelbaren Umkreis (ein paar hundert Meter) ihrer Heimat aufhalten und verstecken. - unkastrierte Wohnungskater meist unter 1 km, es sei denn sie folgen dem Ruf einer paarungswilligen jungen Katze ^^, dann kann es auch durchaus mehr werden.

 

- Bei kastrierten Freigängern können das gut 3 km sein.

 

 

Was kann man tun?


Wichtig ist erst einmal zu überlegen, wo sie hin sein könnte - Ist man gerade umgezogen, sollte der Suchradius auch um 'die alte Heimat' erweitert werden, Katzen versuchen unter Umständen wieder nach Hause zu laufen. Ist es in der Nähe, sollte man die Suchplakate auf dem Weg dorthin aufhängen. Ist man weiter weg gezogen, fragt man am besten bei den alten Nachbarn, oder Bekannten nach, ob sie die Augen offen halten und ein paar Plakate aufhängen können.

 

Zu den Suchplakaten noch folgende Infos:

Bitte informiert Euch erst einmal bei der Stadt, Gemeinde, oder dem Kreis, ob Ihr welche aufhängen dürft, in manchen Städten/Gemeinden/Kreisen wird ein Bußgeld fällig, wenn man nicht über eine Genehmigung verfügt diese im öffentlichen und nicht öffentlichen Straßenraum aufzuhängen.

Wenn Ihr Suchplakate an Bäumen anbringen wollt, nehmt bitte keine Reißzwecken, oder Nägel - das schadet dem Baum!

 

Der Bereich sollte mindestens 1 km (bei unkastrierten Katern mehr) um das Haus betragen. 

Am besten nutzt Ihr die Suchplakate von TASSO, dort sind im Idealfall alle wichtigen Informationen und Fotos hinterlegt - vor allem auch eine Kontakttelefonnummer, die über TASSO läuft. Eure private Telefonnummer, oder Eure E-Mail Adresse sollte auf keinem der Suchplakate stehen!

Auch von einem Finderlohn ist abzuraten - das bringt eher Betrüger auf die Idee. 

Fragt im Einzelhandel, Tierbedarfshandel, Kiosk, Bäcker und Metzger in der Nachbarschaft
, in Tierarztpraxen (evtl. auch überregional), PolizeiSchulen, Kindergärten, Tankstellen oder auch in den Discountern, nach, ob Ihr dort Eure Suchmeldungen aushängen dürft.
Meldet Euch bei den Tierheimen (auch überregional), beim Tierschutz und nutzt Facebook - dort gibt es viele öffentliche Gruppen und 'Nettwerke', in denen man die Suchmeldung, mit der Bitte sie zu teilen, posten kann. Je mehr Leute wissen, dass Ihr Eure Fellnase vermisst und wie sie ausschaut, desto besser ;O)

 

Suchplakate sind mit die effektivste Möglichkeit eine Fellnase zu suchen. Sie werden nicht so leicht übersehen und wenn den evtl. Finder, der dachte, das ist bestimmt ein armer Streuner, den nehme ich mal mit ... - und den Fund nicht melden.

 

Gibt es Futterstellen für Streuner in Eurer Nähe? Vielleicht taucht Eure Fellnase ja auch dort auf ... Fragt beim Tierschutz, oder anderen regionalen Organisationen nach!

 

Verteilt in den Briefkästen der Nachbarhäuser Flyer, sprecht Eure Nachbarn direkt darauf an, ob sie Eure Katze gesehen haben, oder ob ihnen vielleicht etwas außergewöhnliches aufgefallen ist. Vielleicht hat sie sich versteckt und kommt alleine nicht mehr raus. Fragt nach, ob Ihr selber in den Kellerräumen, DachbödenGaragen, Heizungskeller (evtl. wurde ja Heizöl angeliefert), in dem Garten und Gartenhäusern nachschauen dürft. Fremde Menschen verschrecken Katzen eher, die Chance ist höher, dass sie auf die bekannte Stimme des Dosis hören. Handelt es sich um ziemlich unübersichtliche Räume, kann es natürlich sein, dass sich die Fellnase versteckt hat. In so einem Fall ruhig mehrfach nachschauen und Trockenfutter und Wasser instellen. Ist das beim nächsten Mal weg, lohnt es sich genauer hinzuschauen!  Auch Gewässer (Pools, Gartenteiche und Regentonnen) sollten gecheckt werden! Überlegt, welche Nachbarn evtl. zu dem Zeitpunkt, an dem die Fellnase abgehauen ist, in den Urlaub aufgebrochen sind. Die Gefahr ist groß, dass die Türen längere Zeit offen standen und Fellnase nun eingeschlossen wurde.

 

Ob man einen Futterplatz einrichtet - da scheiden sich die Geister. Der eine sagt: das lockt auch andere Tiere an, was die Fellnase wiederum verschrecken könnte, andere sagen: auf alle Fälle machen!
Wenn Ihr das probiert, macht es direkt und versucht es mit dem Lieblingsfutter Eurer Fellnase. Das sollte, zusammen mit einer Wasserschale, etwas erhöht stehen, damit es zumindest schon mal vor kleineren Tieren, wie Igel, sicher ist. Wenn Ihr wisst, wo die Fellnase ausgebüxt ist, sollte dort in der Nähe (geschützte Lage) auch das Futter stehen. Hintergrund ist hier: Die Fellnase kennt die Umgebung vom Sehen (aus dem Fenster oder dem Balkon) und wird hoffentlich versuchen, sobald sie sich beruhigt hat und aus ihrem Versteck rauskommt, nach Hause zu kommen. Steht da ein Futter, was sie kennt, weiß sie, dass sie hier richtig ist.  Am besten füttert Ihr zur gleichen Zeit (Dämmerung) am gleichen Ort. Natürlich solltet Ihr die Futterstelle beobachten und sobald sich Eure Fellnase dort einfindet, ruhig, besonnen und langsam Kontakt mit ihr aufnehmen. Sollte Euch die Fellnase nach dem Schock nicht wiedererkennen und wegrennen, könnt Ihr über den Einsatz einer Katzenfalle nachdenken. Am besten sprecht Ihr den örtlichen Tierschutzverein, oder auch das Tierheim darauf an. Dort bekommt Ihr professionelle Hilfe! (Das bezieht sich hauptsächlich auf Wohnungskatzen).

Einige haben auch schon gute Erfahrungen mit dem Katzenstreu gemacht, sei es mit dem Rausstellen der gesamten Katzentoilette, oder auch einer dünnen Spur, die Ihr sternförmig auf den Wegen zu Eurem Haus streut. 
Eine sogenannte sternförmige Duftschleppe könnt Ihr auch mit einem von Euch getragenen Kleidungsstück machen - es sollte irgendwas sein, was die Fellnase an zuhause erinnert. Ich habe auch schon gelesen, dass Deo gut funktionieren soll.

 

Wenn Ihr loszieht und die Fellnase sucht, dann am besten bei Dämmerung, oder nachts. Es ist stiller und die Fellnase traut sich eher raus, wenn sie jetzt von Euch gerufen wird.
Das Rappeln mit der Leckerlidose, der Klicker, oder auch das Rascheln mit der Tüte (all das, was im Haus auch schon immer prima funktioniert hat) unterstützt die Suche.

Nach dem Rufen erst einmal hören, ob eine Reaktion kommt.

Geht nicht mit zu vielen Leuten gemeinsam los - das verschreckt eher.
Nehmt eine starke Taschenlampe mit, die Augen reflektieren :-) Ruhig mit einem Stock auch mal in den Büschen rumstochern, es würde sie raus treiben, wenn sie sich dort versteckt. Zumindest würde sie sich melden, wenn sie verletzt unter dem Busch verkrochen hat. Sie kann natürlich auch auf einen Baum geflüchtet sein und kommt da nicht mehr runter. Unter Autos, oder auch unter Balkonen bietet sich Schutz.

Fragt den Postboten, die Müllmänner, oder auch die Zeitungsausträger - letztere sind ja eher am frühen Morgen unterwegs und haben etwas gesehen.

 

Auch mal bei den regionale Zeitungen und Radiosender nachfragen, ob diese eine Möglichkeit bieten, die Suchmeldung zu verbreiten. - Wenn Ihr Erfolg habt, gebt nicht zu viele Informationen preis, Stadtteil und Fellfarbe reicht erst einmal um bei einer Kontaktaufnahme weitere Details vom mutmaßlichen Finder abzufragen.

 

Schaut ruhig persönlich einmal die Woche bei den Tierheimen rein, vielleicht wurde Eure Fellnase ja abgegeben und aus welchen Gründen auch immer, wurde der Neuzugang nicht Eurer Suchmeldung zugeordnet.

 

Auch wenn man nicht mit dem Schlimmsten rechnen möchte:
Fragt bei den Hundebesitzern nach, ob ihnen was aufgefallen ist. 

Erkundigt Euch, wer die Ansprechpartner für Totfunde bzw. die Beseitigung von Tierkörpern in Eurer Stadt/Kreis/Gemeinde sind. Im Normalfall wäre das die Feuerwehr und der Bauhof - die Stadtverwaltung sollte Euch die entsprechende Information geben können. Es ist nicht davon auszugehen, dass dort ein Chip ausgelesen wird, oder auf eine Tätowierung geachtet wird.

 

 

Sie ist wieder da!

Freut Euch nicht alleine ;O)
Gebt die Information an alle weiter, bei denen Ihr eine Such-, Verlustmeldung aufgegeben habt (TASSO, Tierheime, Tierschutzorganisationen usw.). 

Macht auf Facebook in Eurem Beitrag ein Update, damit alle geteilten Beiträge dieses Update übernehmen.
Entfernt die Suchmeldungen, die Ihr in Eurer Umgebung aufgehangen habt. Wenn Ihr umgezogen seid, vergesst nicht auch Eure alten Nachbarn und Bekannten zu informieren.

 

Lebt die Fellnase mit einer anderen Wohnungsfellnase zusammen, wäre es vielleicht gar nicht schlecht, die andere Katze zu separieren. Der Heimkehrer riecht nun anders und es kann sein, dass sich beide erst einmal nicht 'riechen' können. 

 

Und gaaaaaanz wichtig! 
War die Fellnase nicht gechippt, tätowiert und registriert - holt das direkt beim TA Check Up nach! Denn nach so einem Ausflug, wäre es echt nicht schlecht, die Fellnase mal durchchecken zu lassen, wer weiß, was sie so alles erlebt hat.