Ein Jahr ist vorbei....

Pfote zum Gruß,

 

24. Juli – vor genau einer Woche war „mein 1.Jahrestag in meinem neuen Zuhause“ . Es ist somit an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.

 

Das Wichtigste zu Beginn: Ich fühle mich sauwohl und nichts erinnert mehr an den kleinen, tapsigen rothaarigen Jungkater. Ich habe mich in den vergangenen zwölf Monaten prima entwickelt. Nicht nur körperlich, auch intellektuell. Meine Fähigkeiten sind 1a ausgebildet. Aber dazu später mehr ...

 

 

Das erste Jahr bei meinen beiden „Fressnapf- und Kraulmichmalbeauftragten“ war ein gelungener Schritt in ein traumhaftes Katzenleben. Unbemerkt habe ich mich hier zur Nr. One entwickelt und mittlerweile stecke ich meine Dosis locker in die Tasche.

 

Hier mein persönlicher Jahresrückblick:

 

 

Nach meiner Ankunft haben sie am Anfang noch recht viel über meinen tapsigen Gang gelacht. So what, ich war klein und ungeschickt. Heute lacht hier keiner mehr wenn ich durch die Wohnung stolziere, meine Sprungkraft anwende und in weniger von 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h komme – also rein gefühlt.

 

 

Meine Mitbewohnerin Sunny sieht mich inzwischen auch mit anderen Katzenaugen. Aus dem kleinen schüchternen Spielkameraden ist ein ganzer Kerl geworden. Ab und an lässt sie es noch ein wenig an Respekt mangeln aber das wird schon noch.

Erst gestern Abend hat sie mal wieder die kleine „Zicke“ raushängen lassen und mich angefaucht. Murmelte etwas von „Ladies first...“. In der Regel klappt es aber sehr gut mit uns.

 

Wir haben zum Glück die gleichen Hobbys. Blödsinn machen, durch die Wohnung rennen, auf dem Balkon in der Sonne chillen, Fliegen jagen, fressen und schlafen.

 

Katzenleben was willst Du mehr ?

 

Ab und an teilen wir uns sogar friedlich einen Schlafplatz.

Und wenn man mich nicht irgendwann mal zu Dr. Arschloch (Katzenname für Tierärzte) geschleppt hätte wären Sunny und ich jetzt sicher ganz fest zusammen.
Leider läuft da bei mir jetzt nicht mehr so viel.... ne, eigentlich läuft bei mir gar nix mehr.

Da kann ich soviel Eiweiss fressen wie ich will. Meine „Bömmelchen“ sind auch weggenommen worden. Aber sonst alles gut.

 

Meine Dosis haben mir bis zum heutigen Tage nicht erklären können warum sie DAS gemacht haben. Hey Dosis, sagt es mir , ich will es einfach nur verstehen...

Abgesehen von diesem kleinen körperlichen „Mallörchen“ ist aber alles ok bei mir. Meine Fähigkeiten sind optimal ausgeprägt. Insbesondere wenn es um die Themen „Begrüßung, Futter und ich-mach-mich-beliebt" (andere würden es einschleimen nennen) geht.

 

 

Ich kann noch so tief schlafen, aber wenn Iris und Frank von der Arbeit kommen, höre ich sie schon bevor sich der Schlüssel im Schloss dreht. Insbesondere der schlurfende Gang von Frank ist nicht zu überhören wenn er abgekämpft nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt. Ich glaube er muss körperlich richtig schwer arbeiten.
Aber wenn sich dann die Tür öffnet wird er von mir persönlich in Empfang genommen und der erste Streichler ist mir sicher.
In der Regel ist das erste Leckerli dann auch nicht mehr fern.

 

Ich bin da voll der Checker.

Beim Futter bin ich noch ne Klasse besser als die meisten meiner Artgenossen.
Nach nur einem Jahr kenne ich alle Tricks & Kniffe.


Vor einiger Zeit kam Frank mit einem großen Stück frischen Fleisch nach Hause. Dieses ist dann direkt in dem großen Schrank mit der Lichtorgel verschwunden.
Tür auf – Licht an – Tür zu – Licht aus.
Er hat leise mit Iris gesprochen.

 

Ein paar Worte habe ich trotzdem aufgeschnappt: habs erledigt - Ali sieht gut aus - später.

 

Ich übersetze das mal für Euch in einem kompletten Satz:

 

 

„Hallo Iris, ich war beim Metzger im türkischen Supermarkt einkaufen und habe ein großes Stück Roastbeef gekauft. Zur Sicherheit liegt es bis zum Abend im Kühlschrank“

 

Nun muss ich nur noch 1&1 ( Achtung Werbung) zusammen zählen und warten.
Warten kann ich gut.
Denn irgendwann muss er an den Schrank mit der Lichtorgel. Denn bevor er das Fleisch in die Pfanne und in den Ofen wirft muss es „Raumtemperatur“ erreichen.

 

Hat er Iris mal erklärt. Und genau diese Zeitspanne von ca. 1,5 Stunden ist „meine“ Zeit. Irgendwann war es dann soweit. Auf leisen Sohlen ist er in die Küche gegangen – unnötig, ich hab ihn eh gehört – Fleisch aus dem Schrank geholt und dann das Fleisch mit einem Tuch abgedeckt. Ja, da kann der Sam das nicht mehr riechen ichlachmichschibbelig Und dann hat er sich ins Wohnzimmer auf meine Couch gesetzt und in den Bilderkasten geschaut. Und ich habe mich in Geduld geübt.

 

Irgendwann bin ich dann in die Küche und mit einem Sprung war ich auf der Küchentheke.

Wobei es heute reicht wenn ich mich auf die Hinterpfoten stelle und meine Vorderpfote ausfahre.

Aber damals musste ich noch springen. Ich hab dann das Küchentuch beiseite getan und mir das das leicht blutige Roastbeef zwischen die Zähne geklemmt. Mit dem Fleisch runter von der Theke und den Brocken durch den Flur gezogen.

1,3 kg sind allerdings nicht so leicht für mich und so habe ich meine Zeit für den ersten Meter gebraucht. Leider wurde ich gesehen.....
Mittlerweile wird das Fleisch im Küchenschrank 'auf Zimmertemperatur' gebracht  - DEN 'Tresor' werde ich auch noch 'knacken', ich arbeite daran

Einmal die Woche gibt es übrigens für uns frisches Rindfleisch. Frank wundert sich immer wie schnell ich dann mit Sunny in der Küche bin. Ich liebe dieses Geräusch wenn er mit dem scharfen Messer langsam und heimlich über das Schneidebrett fährt.

 

„Suuuuunnyyyyyy , da gibt es Rindfleisch – let´s go Schnucki“ 

 

 

Und da sitzen wir dann zu seinen Füssen, beobachten ihn und maunzen um die Wette.
Sein Gesicht müsstet ihr sehen.
Ja, wir hören halt alles. Wir schauen immer voll treu und verliebt bis er sich erweichen lässt und es das erste Häppchen frisch vom Brett gibt. Und wenn das Fleisch erst einmal im Napf ist hauen wir uns so richtig den Bauch voll.

Manchmal ist der Bauch aber auch zu voll und dann muss es schnell und unverdaut wieder raus...aber das ist eine andere Geschichte.

Und dann ist da auch noch die „Biggi“ von oben. Die kommt immer dann vorbei wenn die Dosis die großen rollenden Kisten mit den kleinen Rädern vollpacken und für längere Zeit nicht zu Hause sind. Dann kommt die Biggi jeden Tag mindestens 3x zu Besuch. Es gib dann immer viele Leckerlis, wir spielen und schmusen zusammen.

 

Die Biggi ist echt ne Nette. Obwohl....manchmal ...also nur manchmal..ist die voll schlimm. Die kommt manchmal Samstags bei uns vorbei, bringt zwei von den komischen Plastikflaschen mit dem gelblichen Schaumgetränk mit und setzt sich zusammen mit Iris und Frank auf unsere Couch. Dann schauen sie in den Kasten mit den bewegten Bildern und sind voll krass wibbelig. So wie ich beim Rindfleisch. Und plötzlich schreit die Biggi dann (hat die Schmerzen ?) und Frank hüpft hoch . Da sieht man mal wie schnell der alte Mann noch sein kann. Und dann – meistens so ab 17.20 h – ist plötzlich wieder alles vorbei. Und die Biggi ist wieder weg mit den leeren Flaschen.

 

Und dann ist da noch die Sache mit dem neuen Bett im Schlafzimmer. Also, die haben da ...autsch, mir tun die Pfoten vom Schreiben weh...das spar ich mir jetzt. Ist aber auch nicht so wichtig für Euch.

 

Kurz gesagt: Mir geht es gut. Ich bin glücklich und zufrieden.

 

Und jetzt muss ich mal kurz in die Küche. Hatte ich es erwähnt ? Gestern war Samstag und somit heute wieder „Ali-Tag“. Ich schau mal nach dem Fleisch.

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